Sonntag, 15. Februar 2026

Herzschmerz am Valentinstag – DEB-Team verliert Eishockey-Krimi gegen Lettland

Unsere DEB-Cracks bekamen am Valentinstag keinen Love Letter aufs Scoreboard. Im zweiten Vorrundenspiel musste sich die deutsche Nationalmannschaft den effizienteren Letten knapp mit 3:4 geschlagen geben – trotz starkem Auftritt und zahlreicher Chancen.

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Dabei legte Deutschland einen echten Traumstart hin. Lukas Reichel schnappte sich den Puck und vollendete einen Alleingang eiskalt zur frühen 1:0-Führung. Kurz darauf lag sogar das 2:0 in der Luft, doch Leon Draisaitl scheiterte knapp. Nach einer kurzen Verschnaufpause hatte Dominik Kahun aus spitzem Winkel die nächste gute Gelegenheit, während auf der Gegenseite Philipp Grubauer mit einer starken Parade (13.) die Führung festhielt.

Die erste Strafe gegen die DEB-Auswahl im bisherigen Turnierverlauf brachte dann allerdings den Ausgleich. Jonas Müller saß auf der Strafbank, und Dans Locmelis nutzte das Powerplay eiskalt. Doch Deutschland antwortete prompt: Frederik Tiffels fing einen Pass ab, Lukas Kälble verwertete dessen Zuspiel zur verdienten 2:1-Führung. Kurz vor der Pause wurde auch noch Moritz Seider auf dem Weg zum 3:1 unsanft gestoppt – schade.

Der Mittelabschnitt war von vielen Strafen geprägt, doch zunächst hielten sich beide Teams in Unterzahl schadlos. In der 28. Minute musste Deutschland dann sogar eine doppelte Unterzahl überstehen – und diesmal ging das schief. Dans Locmelis bekam zu viel Platz und hämmerte einen Sonntagsschuss unhaltbar ins Kreuzeck. Wieder Ausgleich. Unsere Jungs zeigten Moral, erhöhten den Druck, doch weder Draisaitl im Powerplay noch Tim Stützle mit einem Pfostentreffer hatten Fortune auf ihrer Seite.

Mit dem 2:2 ging es in den Schlussabschnitt – und der hatte es in sich. Deutschland bestimmte Tempo und Spiel, ließ aber reihenweise Chancen liegen. Spätestens bis zur 50. Minute hätte die Führung fallen müssen. Stattdessen folgte die eiskalte Quittung: Eduards Tralmaks traf nach einem Break zum 3:2 für Lettland, nur zwei Minuten später erhöhte Renars Krastenbergs auf 4:2. Das saß.

Doch Aufgeben? Nicht mit diesem Team. Grubauer verließ drei Minuten vor dem Ende sein Tor, Stützle verkürzte prompt auf 3:4 – und der Ausgleich lag noch in der Luft. Der erneute Abschluss von Reichel klatschte jedoch nur an den Außenpfosten. Hockey kann grausam sein.

Am Ende steht eine bittere 3:4-Niederlage gegen abgezockte Letten, die ihre Chancen konsequent nutzten. Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht: Bereits am heutigen Sonntag wartet das letzte Vorrundenspiel gegen die USA.

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