Die Abschiedstournee ging am heutigen Abend weiter, unsere Cracks waren zu Gast beim Favoriten in Ingolstadt. Mangels Alternativen musste dieses Mal das Tablet als Übertragungsgerät herhalten – was sich zumindest im ersten Drittel überraschend lohnen sollte.
Denn was wir dort sahen, ließ uns verwundert die Augen reiben. Unsere Eislöwen boten dem ERC nicht nur Paroli, sie setzten ihn phasenweise sogar unter Druck. Folgerichtig und keineswegs unverdient gingen wir auch in Führung: Trevor Parkes drosch die Scheibe artistisch aus der Luft in die Maschen. Ein Treffer, der so gar nicht ins erwartbare Drehbuch passen wollte.
In der Folge wäre sogar mehr drin gewesen, doch wie so oft spielten wir unsere Angriffe nicht konsequent genug bis zum Ende aus. Ein Aufreger blieb dennoch nicht aus: Austin Ortega wurde unsanft in die Bande genagelt. Dass es in dieser Szene nicht einmal den Versuch eines Videobeweises gab, wundert ehrlicherweise niemanden mehr. Nicht, dass wir allein wegen der Schiedsrichterleistungen chancenlos wären – aber diese Entscheidungen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Spielzeit. Sei es drum.
Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild dann schlagartig. Ingolstadt erhöhte die Pace, erzielte drei Treffer und riss das Spiel endgültig an sich. Ein Spielverlauf, der inzwischen fast schon zum Markenkern unserer Cracks gehört: Aufbäumen ja, Wende nein.
Auch im Schlussdrittel blieb die große Aufholjagd aus. Zu limitiert in den eigenen Mitteln plätscherte die Zeit dahin.
Am Rande sei noch erwähnt, dass es nach einem Check von Johansson auf der Gegenseite dann doch den Videobeweis gab. So viel dazu. Natürlich nur eine Randnotiz – aber eben eine, die diese Saison ziemlich gut widerspiegelt.
Ingolstadt legte schließlich noch einen Treffer nach, der 4:1-Endstand war besiegelt und damit ist auch dieses Spiel erzählt.
Nach der Olympiapause gilt es für Mannschaft und Fans nur noch acht Spiele zu überstehen, ehe diese absolut schlecht simulierte Saison endlich ihr Ende findet.
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