Montag, 26. Januar 2026

Abschied mit Alleinstellungsmerkmal – Wenn selbst der gegnerische Goalie trifft

Nach der Niederlage am Freitag gegen die Iserlohn Roosters sollten selbst die letzten Optimisten endgültig einen Haken hinter den Traum vom Klassenerhalt gesetzt haben. Die Realität ist angekommen – und damit auch die Erkenntnis: In den letzten zehn Spielen geht es nur noch darum, das Gesicht zu wahren und sich halbwegs anständig aus der DEL zu verabschieden.

Der Auftakt dieser Abschiedstournee führte unsere Cracks – begleitet von erneut zahlreich mitgereisten Eislöwen-Fans – nach Wolfsburg. Fan-technisch sind wir in der DEL definitiv angekommen. Während andere die Liga offenbar unterschätzt haben, liefern wir auf den Rängen konstant Erstliga-Niveau. Auf dem Eis? Nun ja. Man hat mitunter das Gefühl, auch die Mannschaft sehnt das Ende dieser Spielzeit langsam herbei.

Das Spiel bei den Grizzlys Wolfsburg geriet zur Blaupause einer ganzen Saison: Wir spielen ordentlich mit, lassen aber im Abschluss die nötige Konsequenz vermissen – und kassieren irgendwann zwangsläufig das klassische Gegentor. Immerhin: Unsere Cracks fanden eine Antwort. Austin Ortega bewies wieder Torriecher und stellte den Ausgleich in der Autostadt her.

Im zweiten Drittel erhöhten die Hausherren den Druck, und zwei eher ungünstige Gegentreffer später stand es 3:1 für Wolfsburg. Danach schalteten die Grizzlys einen Gang zurück – und siehe da: Die Eislöwen nutzten tatsächlich eine Überzahlsituation. Wieder war es Ortega, der verkürzte. Mit einem knappen Rückstand ging es also ins Schlussdrittel.

Dort zeigten sich unsere Cracks durchaus bemüht, blieben offensiv jedoch nahezu durchgehend harmlos. Die Minuten plätscherten dahin, bis schließlich Geschichte geschrieben wurde – leider nicht die, die man sich einrahmt. Simon Karlsson mit einem harmlosen Schussversuch, der Puck direkt auf Dustin Strahlmeier. Der Wolfsburger Goalie drosch die Scheibe nach vorn, und was dann passierte, konnte man erst kaum glauben: Der Puck trudelte tatsächlich in unser Tor.

Das erste Goalie-Tor der DEL-Geschichte. Herzlichen Glückwunsch – und natürlich gegen uns. Damit dürfte endgültig alles gesehen sein, was diese Saison für uns bereithielt. Die nächste Niederlage war besiegelt und wurde von uns Fans nur noch mit einem kollektiven Schulterzucken quittiert.

Am Dienstag steht in Ingolstadt das letzte Spiel vor der Olympiapause an.
Nur noch neun.

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