Manchmal fühlt sich eine Niederlage schwerer an, als es das nackte Ergebnis sagt. 40.Spieltag, Auswärtsfahrt nach München. Neue Gesichter im Line-up, alte Hoffnungen im Gepäck – und der feste Wille, dem EHC Red Bull München alles abzuverlangen. Simon Karlsson und Dane Fox zurück, Jussi Olkinuora im Tor.
Der Beginn war ruhig, fast abtastend. Dann der erste Stich: Tobias Rieder nutzte Münchens erste echte Gelegenheit und stellte auf 1:0. Und wir? Wir antworteten mit Mut. Karlsson traf den Pfosten, Fox scheiterte an Bibeau, Olkinuora hielt uns im Spiel. Es fühlte sich an, als würde der Ausgleich in der Luft liegen – doch der Puck wollte einfach nicht rein.
Mit dieser knappen Führung für die Bayern ging es in die Pause. Und mit dem Gefühl: Hier ist noch alles drin.
München kam stärker aus der Kabine, aber Jussi Olkinuora spielte überragend. Unterzahl? Wegverteidigt. Konter? Fast genutzt. Doch dann dieser Moment in der 29. Minute: Maximilian Daubner erhöhte auf 2:0 – wieder so ein Treffer, der uns den Boden unter den Füßen wegzog.
Wir versuchten alles. Powerplay nach dem Bandencheck, Chancen, Abschlüsse – aber immer wieder stand Bibeau im Weg. Und trotzdem: Wir gaben nicht auf. Nicht auf dem Eis, nicht auf den Rängen.
Als Ville Pokka im Schlussdrittel das 3:0 machte, drohte das Spiel zu kippen. Doch unsere Löwen zeigten Herz. Tomas Andres traf zum 3:1.
Olkinuora hielt uns im Spiel, wir drückten, wir warfen alles nach vorn. Powerplay, 6-gegen-5, letzte Hoffnung – und am Ende sogar Fäuste statt Pucks. Fox, Ortega, Emotionen pur. Dieses Spiel hatte alles – nur kein Happy End.



