Montag, 2. Februar 2026

Mit Herz, Kampf und Overtime-Jubel: Eislöwen sichern Pre-Playoff-Ticket in Niesky

In der Regionalliga Ost haben unsere Eislöwen bereits drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Teilnahme an den Pre-Playoffs ist gesichert. Aktuell rangiert unser Eissportclub Dresden auf Tabellenplatz fünf und würde nach jetzigem Stand auf die Chemnitz Crashers treffen.

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Am vergangenen Samstagabend waren unsere Cracks bei den Tornados Niesky gefordert – und das unter alles andere als idealen Voraussetzungen. Mit einem echten Rumpfkader angetreten, zeigte die Mannschaft dennoch eine leidenschaftliche und kämpferische Vorstellung, die am Ende mit einem 5:4-Sieg nach Overtime belohnt wurde.

Dabei begann die Partie vielversprechend: Dresden ging zunächst in Führung, musste nach dem ersten Drittel aber einen 1:2-Rückstand hinnehmen. Doch im Mittelabschnitt zeigten unsere Jungs Moral. Mit viel Elan, Tempo und Einsatzbereitschaft drehten die Eislöwen die Partie und erspielten sich eine 4:2-Führung.

Mit zunehmender Spieldauer wurde der hohe Kräfteverschleiß allerdings spürbar. Mehrere Strafzeiten auf beiden Seiten brachten Unruhe ins Spiel, und die Gastgeber nutzten ihre zweite Luft konsequent aus. So gelang Niesky der Ausgleich zum 4:4 – die Overtime musste die Entscheidung bringen.

Dort zeigten sich unsere Eislöwen jedoch gieriger, entschlossener und belohnten sich für ihren großen Kampf: Der Treffer zum 5:4 sicherte den umjubelten Zusatzpunkt und einen verdienten Auswärtssieg. Als Torschützen trugen sich Maik Rausendorf und Richard Zerbst (jeweils doppelt) sowie Pascal Bartels in die Statistik ein.

Nach schwierigen Spielzeiten in der Vergangenheit präsentiert sich unsere Mannschaft in dieser Saison deutlich stabiler und hat sich die Teilnahme an der Endrunde absolut verdient. Zum Abschluss der Hauptrunde stehen noch drei Spiele an: Am kommenden Samstag (07.02., 16:15 Uhr) empfangen unsere Cracks die Tornados Niesky auf heimischem Eis, einen Tag später geht es auswärts zu FASS Berlin (08.02., 13:30 Uhr), ehe zum Abschluss die Luchse Lauterbach am 15.02. um 12:00 Uhr in Dresden gastieren.

Die Richtung stimmt – jetzt heißt es: Fokus behalten und mit Rückenwind in die Pre-Playoffs! 

Größer geträumt, hart gelandet – und trotzdem nicht am Ende unserer Reise

Lange war es still. Zu still.

Viele von uns haben auf ein klares Wort aus der Vereinsführung gewartet – auf Einordnung, auf Ehrlichkeit, auf ein Signal. Am vergangenen Donnerstag war es dann so weit: Maik Walsdorf und Jens Baxmann zogen ihr Fazit zur bisherigen DEL-Saison. Ein wichtiger Schritt. Ein notwendiger Schritt. Und ja: ein längst überfälliger.

Auch wenn der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, müssen wir uns nichts vormachen. Der Drops ist gelutscht. Der Blick geht zurück in Richtung DEL2. Und das tut weh – vor allem, weil wir alle so sehr gehofft haben, dass dieses Abenteuer länger dauert.

Die Gründe für das sportliche Scheitern sind vielschichtig. Bereits im Sommer warnten Experten davor, dass unsere Mannschaft zu alt und zu langsam für diese Liga sei. Eine unbequeme Wahrheit, die sich bitter bestätigt hat. Lange dauerte es, bis unsere Cracks das Tempo der DEL überhaupt mitgehen konnten. Zu lange. Der Trainerwechsel im November brachte keinen Turnaround – und ehrlich gesagt: Viel mehr war unter diesen Umständen auch kaum möglich. Fehler bei der Vergabe der Spielerlizenzen schnürten dem neuen Coach von Beginn an die Hände ab. Er musste mit dem arbeiten, was da war. Mehr nicht.

Die Trennung von Niklas Sundblad kam möglicherweise zu spät, doch selbst ein früherer Schnitt hätte das grundlegende Problem kaum gelöst. Was allerdings bleibt, ist eine Frage, die viele von uns umtreibt: Wie konnte man vor der Saison ernsthaft von Playoffs sprechen? Das einzig realistische Ziel hätte lauten müssen, mit aller Macht Platz 13 zu erreichen. War es Augenwischerei? Überschätzung? Wir werden es wohl nie erfahren. Ändern lässt es sich ohnehin nicht mehr.

Für die letzten acht Spiele bleibt ein bescheidener, aber ehrlicher Wunsch: noch ein Heimsieg. Ein letzter Moment zum Jubeln. Ein würdevoller Abschied aus der Beletage des deutschen Eishockeys.

Denn ja – die DEL ist anders. Größere Hallen, größere Namen, größere Fanszenen. Und trotzdem: Abseits des Eises haben die Dresdner Eislöwen Eindruck hinterlassen. Wir haben neue Gesichter kennengelernt, Gespräche geführt – zuhause wie auswärts. Und immer wieder kam dasselbe Urteil von gegnerischen Fans: Ihr seid eine Bereicherung für diese Liga. Bleibt drin.
Tja. Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Sportlich sind wir den Beweis schuldig geblieben. Aber dieses Jahr war nicht umsonst. Es war lehrreich. Brutal ehrlich. Und vielleicht genau das, was dieser Standort gebraucht hat. Die Vision ist klar: Die Eislöwen wollen sich langfristig in der DEL etablieren. Und dieser Vision folgen wir gern. Denn wer aufhört, groß zu denken, hat im Sport schon verloren.

Wir nehmen die Eindrücke mit zurück in die DEL2. In ein bekanntes Umfeld. Mit der Chance, weiter zu wachsen. Finanziell steht der Standort stabil da, und mit Jens Baxmann haben wir den richtigen Mann an entscheidender Stelle. Die Vertragsverlängerung mit Janick Schwendener ist mehr als nur ein Personalien-Häkchen – sie ist ein Signal. Aufbruch. Neuanfang.

Demut wird unser Begleiter sein in der kommenden Saison. Wir wissen: Die DEL2 ist kein Selbstläufer. Aber sie bietet ehrliches Eishockey, Leidenschaft, Kampf – und es ist keine Schande, Teil dieser Liga zu sein. Doch genauso klar muss sein: Unser Blick geht nach vorn. Und nach oben.

Wir gehören in die DEL. Den Beweis sind wir schuldig geblieben. Also treten wir erneut an. Gemeinsam. Lasst uns positiv nach vorn schauen und unsere Reise fortsetzen – jene Reise, die im März 2024 in den Playdowns von Selb begonnen hat.

Denn eines ist sicher: Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. 

Mittwoch, 28. Januar 2026

Mehr als ein Torhüter – Schwendi bleibt das Herz der Eislöwen

Es gibt Entscheidungen, die fühlen sich einfach richtig an. In einer Zeit, in der Tabellenstände wehtun, Sorgen schwer auf den Schultern liegen und das Wort Abstieg viel zu oft durch die Köpfe der Fans geistert, setzen die Dresdner Eislöwen ein Zeichen, das tiefer geht als jede Statistik: Janick Schwendener bleibt.

Schwendi geht damit in seine sechste Saison im blau-weißen Trikot – und ehrlich gesagt: Es fühlt sich an, als hätte er nie woanders hingehört. Seit seinem Wechsel zur Spielzeit 2021/2022 steht er nicht nur zwischen den Pfosten, sondern sinnbildlich für das, was wir uns von unseren Eislöwen wünschen: Kampf, Haltung, Identifikation.

Und jetzt ist es offiziell auch in Zahlen gegossen:
173 Einsätze im Tor der Dresdner Eislöwen – kein anderer Goalie stand jemals öfter für unseren Club auf dem Eis. Rekordhalter. Vereinsgeschichte. Schwendi.
Das ist keine Randnotiz. Das ist ein Statement.

Gerade jetzt, wo es sportlich schwierig ist, wo jeder Spieltag Nerven kostet und jede Niederlage schmerzt, zeigt diese Vertragsverlängerung, dass die Eislöwen nicht kopflos reagieren, sondern bewusst handeln. Der neue Vertrag ist ligaunabhängig gültig – und genau das macht ihn so stark. Egal, was kommt: Schwendi geht den Weg mit uns.

Er ist Publikumsliebling, ja. Aber vor allem ist er eine Identifikationsfigur, wie man sie im modernen Eishockey nur noch selten findet. Einer, der bleibt, wenn es unbequem wird. Einer, der Verantwortung übernimmt – auf dem Eis, in der Kabine und für diesen Verein.

Für uns Fans bedeutet diese Nachricht Hoffnung. Nicht die naive, sondern die echte. Die, die sagt: Wir wissen, wer wir sind. Und wir wissen, auf wen wir bauen können.

Danke, Schwendi.
Für jeden Save.
Für jedes Spiel.
Für 173 Mal alles geben – und für alles, was noch kommt.

Dienstag, 27. Januar 2026

Mutig geschnuppert, bitter erstickt – ein weiterer Halt auf der Abschiedstournee

Die Abschiedstournee ging am heutigen Abend weiter, unsere Cracks waren zu Gast beim Favoriten in Ingolstadt. Mangels Alternativen musste dieses Mal das Tablet als Übertragungsgerät herhalten – was sich zumindest im ersten Drittel überraschend lohnen sollte. 

Denn was wir dort sahen, ließ uns verwundert die Augen reiben. Unsere Eislöwen boten dem ERC nicht nur Paroli, sie setzten ihn phasenweise sogar unter Druck. Folgerichtig und keineswegs unverdient gingen wir auch in Führung: Trevor Parkes drosch die Scheibe artistisch aus der Luft in die Maschen. Ein Treffer, der so gar nicht ins erwartbare Drehbuch passen wollte. In der Folge wäre sogar mehr drin gewesen, doch wie so oft spielten wir unsere Angriffe nicht konsequent genug bis zum Ende aus. Ein Aufreger blieb dennoch nicht aus: Austin Ortega wurde unsanft in die Bande genagelt. Dass es in dieser Szene nicht einmal den Versuch eines Videobeweises gab, wundert ehrlicherweise niemanden mehr. Nicht, dass wir allein wegen der Schiedsrichterleistungen chancenlos wären – aber diese Entscheidungen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Spielzeit. Sei es drum.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild dann schlagartig. Ingolstadt erhöhte die Pace, erzielte drei Treffer und riss das Spiel endgültig an sich. Ein Spielverlauf, der inzwischen fast schon zum Markenkern unserer Cracks gehört: Aufbäumen ja, Wende nein.

Auch im Schlussdrittel blieb die große Aufholjagd aus. Zu limitiert in den eigenen Mitteln plätscherte die Zeit dahin. Am Rande sei noch erwähnt, dass es nach einem Check von Johansson auf der Gegenseite dann doch den Videobeweis gab. So viel dazu. Natürlich nur eine Randnotiz – aber eben eine, die diese Saison ziemlich gut widerspiegelt. Ingolstadt legte schließlich noch einen Treffer nach, der 4:1-Endstand war besiegelt und damit ist auch dieses Spiel erzählt.

Nach der Olympiapause gilt es für Mannschaft und Fans nur noch acht Spiele zu überstehen, ehe diese absolut schlecht simulierte Saison endlich ihr Ende findet.

Abschied mit Anlauf – Eislöwen auf letzter Mission vor der Pause

Nur noch neun. Neun Spiele, neun Gelegenheiten, die Abschiedstournee durch die DEL weiterzuführen – heute Abend mit Stopp beim ERC Ingolstadt. Es ist das letzte Punktspiel vor der Olympiapause, bevor alle einmal tief durchatmen dürfen.

Die bisherigen Duelle mit den Schanzern? Eng, kratzig, nichts für schwache Nerven. Beim ersten Gastspiel in Ingolstadt nahmen unsere Cracks immerhin einen Punkt mit – ein kleines Souvenir aus der Fremde.

Erwartungen? Haben wir längst abgegeben. Hoffnung? Die reist trotzdem immer mit. Denn wenn diese Saison eines bewiesen hat, dann das: Die Eislöwen sind nie dann am gefährlichsten, wenn man sie erwartet.

Montag, 26. Januar 2026

Eislöwen-Fans Löbau präsentieren ersten Fan-Puck

Auch wenn es sportlich derzeit nicht rund läuft, bleibt eines unverändert: die Leidenschaft für unsere Dresdner Eislöwen. Blau-weiß ist für viele Fans mehr als nur eine Farbe – es ist ein Bekenntnis. Genau aus diesem Grund haben wir ein neues Fan-Highlight an den Start gebracht.

Ab sofort ist der erste offizielle Eislöwen-Fans-Löbau-Puck erhältlich. Der Puck steht symbolisch für Zusammenhalt, Treue und die Unterstützung des Teams – unabhängig von Tabellenplatz oder Ergebnissen. Ein kleines Stück Eishockey-Herz zum Anfassen.

Der Fan-Puck ist zum Preis von 5 Euro erhältlich und richtet sich an alle, die ihre Verbundenheit zu den Eislöwen zeigen möchten – sei es als Sammlerstück, Deko oder einfach als Zeichen der Unterstützung.


So könnt ihr den Puck bestellen

Interessierte Fans können sich ganz unkompliziert melden:
- per Facebook
- per Instagram
- oder über das Kontaktformular im Blog

Wir freuen sich über jede Anfrage und jeden Unterstützer. Denn eines ist klar:
Egal wie die Saison läuft – unsere Leidenschaft bleibt.

Abschied mit Alleinstellungsmerkmal – Wenn selbst der gegnerische Goalie trifft

Nach der Niederlage am Freitag gegen die Iserlohn Roosters sollten selbst die letzten Optimisten endgültig einen Haken hinter den Traum vom Klassenerhalt gesetzt haben. Die Realität ist angekommen – und damit auch die Erkenntnis: In den letzten zehn Spielen geht es nur noch darum, das Gesicht zu wahren und sich halbwegs anständig aus der DEL zu verabschieden.

Der Auftakt dieser Abschiedstournee führte unsere Cracks – begleitet von erneut zahlreich mitgereisten Eislöwen-Fans – nach Wolfsburg. Fan-technisch sind wir in der DEL definitiv angekommen. Während andere die Liga offenbar unterschätzt haben, liefern wir auf den Rängen konstant Erstliga-Niveau. Auf dem Eis? Nun ja. Man hat mitunter das Gefühl, auch die Mannschaft sehnt das Ende dieser Spielzeit langsam herbei.

Das Spiel bei den Grizzlys Wolfsburg geriet zur Blaupause einer ganzen Saison: Wir spielen ordentlich mit, lassen aber im Abschluss die nötige Konsequenz vermissen – und kassieren irgendwann zwangsläufig das klassische Gegentor. Immerhin: Unsere Cracks fanden eine Antwort. Austin Ortega bewies wieder Torriecher und stellte den Ausgleich in der Autostadt her.

Im zweiten Drittel erhöhten die Hausherren den Druck, und zwei eher ungünstige Gegentreffer später stand es 3:1 für Wolfsburg. Danach schalteten die Grizzlys einen Gang zurück – und siehe da: Die Eislöwen nutzten tatsächlich eine Überzahlsituation. Wieder war es Ortega, der verkürzte. Mit einem knappen Rückstand ging es also ins Schlussdrittel.

Dort zeigten sich unsere Cracks durchaus bemüht, blieben offensiv jedoch nahezu durchgehend harmlos. Die Minuten plätscherten dahin, bis schließlich Geschichte geschrieben wurde – leider nicht die, die man sich einrahmt. Simon Karlsson mit einem harmlosen Schussversuch, der Puck direkt auf Dustin Strahlmeier. Der Wolfsburger Goalie drosch die Scheibe nach vorn, und was dann passierte, konnte man erst kaum glauben: Der Puck trudelte tatsächlich in unser Tor.

Das erste Goalie-Tor der DEL-Geschichte. Herzlichen Glückwunsch – und natürlich gegen uns. Damit dürfte endgültig alles gesehen sein, was diese Saison für uns bereithielt. Die nächste Niederlage war besiegelt und wurde von uns Fans nur noch mit einem kollektiven Schulterzucken quittiert.

Am Dienstag steht in Ingolstadt das letzte Spiel vor der Olympiapause an.
Nur noch neun.

Samstag, 24. Januar 2026

Ein Drittel Hoffnung, ansonsten Ernüchterung – der nächste bittere Freitagabend

Eigentlich wollen wir diese Zeilen schon gar nicht mehr schreiben. Alles in uns sträubt sich dagegen. Und doch fühlen wir uns verpflichtet – nicht aus Lust, sondern aus Liebe. Aus Liebe zu diesem Club, zu diesen Farben, zu den Dresdner Eislöwen.

Es war einmal mehr ein typischer Freitagabend in dieser Spielzeit. Ein Abend, der sich vertraut falsch anfühlte. Unsere Eislöwen spielten ein Drittel lang ordentliches Eishockey. Struktur, Tempo, Zug zum Tor. Wir waren da, wir waren drin, wir waren laut. Doch wie so oft kam danach der Bruch – und plötzlich war alles weg.

Ja, es gab fragwürdige Entscheidungen der Referees. Ja, darüber könnte man reden. Aber wir lassen es. Denn so ehrlich müssen wir sein: Die Leistung unserer eigenen Mannschaft war an diesem Abend einfach nicht gut genug. Punkt.

Dabei sprechen die nackten Zahlen eine andere Sprache. Deutlich mehr Torschüsse, mehr Scheibenbesitz, mehr Spielanteile. Doch all das prallte immer wieder am Iserlohner Goalie ab, der uns mit jeder Parade mehr den Stecker zog. Die ersten 20 Minuten machten Hoffnung – blieben aber ohne Ertrag. Und Hoffnung ohne Tore ist in dieser Phase der Saison ein gefährliches Gut.

Als Rourke Chartier dann zu Beginn des Mittelabschnitts endlich das 1:0 erzielte, dachten wir: Jetzt. Jetzt vielleicht. Jetzt könnte sich das Blatt wenden. Stattdessen wendete sich das Spiel – gegen uns.
Wir ließen die Roosters, bis dahin völlig limitiert, zurück ins Spiel kommen. Ein abgefälschtes Tor. Ein Treffer aus spitzestem Winkel. Und beim dritten Gegentor? Da sah einfach nichts mehr gut aus. Auf dem Eis nicht. Und auf den Rängen schon gar nicht.

Drittelpause. Ratlosigkeit. Diese eine Frage, die immer öfter auftaucht: Was ist hier gerade passiert?

Das letzte Drittel? Ein Aufbäumen – ja. Ein echtes Comeback – nein. „Stets bemüht“ ist an diesem Abend leider das höchste Prädikat, das wir vergeben können. Es fehlt die letzte Konsequenz, die letzte Überzeugung, der letzte Funke. Und so endet dieser Abend, wie er sich über weite Strecken angefühlt hat: mit einer weiteren Niederlage. 1:4.

Uns gehen die Worte aus. Und ehrlich gesagt: der Glaube fällt schwerer von Spiel zu Spiel. Vielleicht bleibt nur noch das Festhalten an Zahlen. An einem Countdown.

Nur noch zehn Spiele.

Zehn Spiele, um zu zeigen, dass diese Mannschaft mehr ist als das, was wir an diesem Freitagabend gesehen haben. Wir werden da sein. Wie immer. Aber langsam wünschen wir uns, dass es sich wieder lohnt, diese Zeilen zu schreiben.

Sonntag, 18. Januar 2026

Chancenlos gegen die Adler

Die Partie begann mit einem frühen Dämpfer. Die Adler nutzten ihre erste wirklich gute Gelegenheit eiskalt, Nicolas Mattinen traf bereits in der 4. Minute. Dresden wirkte davon sichtlich beeindruckt und fing sich kurz darauf das nächste Gegentor: Nach einer Strafzeit gegen Trevor Parkes erhöhte Matthias Plachta mit Ablauf der Überzahl auf 0:2. Zwei Chancen, zwei Tore – Effizienz, die auf Mannheimer Seite den Unterschied machte.

Die Eislöwen versuchten, ins Spiel zu finden. Yogan hatte eine aussichtsreiche Konterchance, wurde aber noch entscheidend gestört, weitere Abschlüsse wurden geblockt. Selbst ein langes Powerplay nach einer Zwei-plus-Zwei-Strafe gegen O’Donnell brachte keinen Ertrag. Stattdessen mussten die Blau-Weißen froh sein, dass ein Mannheimer Konter nur am Torgehäuse endete. So ging es mit einem ernüchternden Zwei-Tore-Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Drittel keimte kurz Hoffnung auf, als Mannheim eine Strafe nahm und Dresden in Überzahl agieren durfte. Doch erneut fehlte die Durchschlagskraft – und als Drew LeBlanc ebenfalls auf die Strafbank musste, war der Spielfluss endgültig dahin. Janick Schwendener hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel, doch vorne blieb es zu harmlos. Spätestens mit den Treffern von Maximilian Heim und Justin Schütz zum 0:4 war klar, wohin dieser Nachmittag steuern würde.

Auch im Schlussdrittel änderte sich das Bild kaum. Dresden bemühte sich, rannte an, biss sich aber immer wieder an Maximilian Franzreb fest. Mannheim dagegen blieb gnadenlos effektiv und zog durch Marc Michaelis und erneut Schütz auf 6:0 davon. Der Torhüterwechsel zu Jussi Olkinuora war folgerichtig, änderte am Spielverlauf aber wenig.

Immerhin: Die Eislöwen gaben sich nicht komplett auf. Der Treffer von Ricardo Hendreschke und das Powerplay-Tor von Austin Ortega waren kleine Lichtblicke in einem ansonsten dunklen Nachmittag. Sie änderten jedoch nichts daran, dass die Adler über weite Strecken eine Klasse besser wirkten – abgeklärter, schneller, konsequenter.

Samstag, 17. Januar 2026

Viel Kampf, wenig Lohn – Eislöwen beißen sich in München die Zähne aus

Manchmal fühlt sich eine Niederlage schwerer an, als es das nackte Ergebnis sagt. 40.Spieltag, Auswärtsfahrt nach München. Neue Gesichter im Line-up, alte Hoffnungen im Gepäck – und der feste Wille, dem EHC Red Bull München alles abzuverlangen. Simon Karlsson und Dane Fox zurück, Jussi Olkinuora im Tor. 

Der Beginn war ruhig, fast abtastend. Dann der erste Stich: Tobias Rieder nutzte Münchens erste echte Gelegenheit und stellte auf 1:0. Und wir? Wir antworteten mit Mut. Karlsson traf den Pfosten, Fox scheiterte an Bibeau, Olkinuora hielt uns im Spiel. Es fühlte sich an, als würde der Ausgleich in der Luft liegen – doch der Puck wollte einfach nicht rein.

Mit dieser knappen Führung für die Bayern ging es in die Pause. Und mit dem Gefühl: Hier ist noch alles drin.

München kam stärker aus der Kabine, aber Jussi Olkinuora spielte überragend. Unterzahl? Wegverteidigt. Konter? Fast genutzt. Doch dann dieser Moment in der 29. Minute: Maximilian Daubner erhöhte auf 2:0 – wieder so ein Treffer, der uns den Boden unter den Füßen wegzog.

Wir versuchten alles. Powerplay nach dem Bandencheck, Chancen, Abschlüsse – aber immer wieder stand Bibeau im Weg. Und trotzdem: Wir gaben nicht auf. Nicht auf dem Eis, nicht auf den Rängen.

Als Ville Pokka im Schlussdrittel das 3:0 machte, drohte das Spiel zu kippen. Doch unsere Löwen zeigten Herz. Tomas Andres traf zum 3:1.

Olkinuora hielt uns im Spiel, wir drückten, wir warfen alles nach vorn. Powerplay, 6-gegen-5, letzte Hoffnung – und am Ende sogar Fäuste statt Pucks. Fox, Ortega, Emotionen pur. Dieses Spiel hatte alles – nur kein Happy End.

Sonntag, 11. Januar 2026

Unter Sternenhimmel und Gänsehaut – Ein Wintermärchen, das uns das Herz brach

32.248 Menschen. Eiskalte Luft. Klarer Himmel. Und dieses unbeschreibliche Kribbeln, das nur die Eislöwen auslösen können. Das DEL WINTER GAME 2026 wird für immer in unseren Herzen bleiben – nicht, weil wir gewonnen haben, sondern weil wir gemeinsam etwas erlebt haben, das größer war als jedes Ergebnis. Dresden, Sachsen, Blau-weiß: an diesem Abend haben wir gezeigt, was Leidenschaft bedeutet.

Schon beim Einlaufen der Mannschaften war klar: Das hier ist kein normales Spiel. Das ist Geschichte. Unsere Eislöwen standen da draußen unter dem Sternenhimmel. Janick Schwendener und Jake Hildebrand lieferten sich von der ersten Minute an ein Duell der Giganten. Pfostentreffer der Eisbären, Monster-Paraden unserer Nummer 1, Unterzahl, Überzahl – wir schrien jede Aktion von den Rängen, als ginge es um unser Leben.

Und als Tomas Andres in der 23. Minute den Puck über die Linie drückte, explodierte dieses Stadion. Natürlich kam Berlin zurück. Liam Kirk traf, und kurz vor der Pause hätte Trevor Parkes uns fast wieder in Ekstase geschossen. Doch selbst das 1:1 fühlte sich noch immer an wie ein Versprechen: Heute ist alles möglich.

Im letzten Drittel hielten wir gemeinsam dagegen. Schwendener hielt uns im Spiel, die Kurve trug die Mannschaft über jede Eisfläche, über jede Unterzahl, über jeden Check.

Dann dieser Moment in der 54. Minute: Alec McCrea. Schuss. Tor. 2:1 für Dresden. Die Welt stand still. Wir dachten: Das ist es. Das ist unser Wintermärchen.

Doch Sport ist grausam ehrlich. Berlin warf alles nach vorn. Und 60 Sekunden vor Schluss fiel der Ausgleich durch Ty Ronning. Diese Stille… dieser Stich ins Herz.

Overtime. Zittern. Und nach 14 Sekunden dieser Abstauber von Liam Kirk. 2:3.

Wir verloren. Aber wir fielen nicht. Ja, es tut weh. Verdammt weh. Aber wir waren Teil von etwas Einzigartigem. Ausverkauft. Winter Game. Dresden im Mittelpunkt der Eishockey-Welt. Und während die Eisbären jubelten, standen wir da, mit Tränen in den Augen und Stolz im Herzen.

Danke, Eislöwen, für diesen Abend. Danke für dieses Gefühl.

Dieses Spiel hat uns nicht gebrochen – es hat uns noch enger zusammengeschweißt.

Wir sind Dresden. Wir sind die Eislöwen.