Mittwoch, 28. Januar 2026

Mehr als ein Torhüter – Schwendi bleibt das Herz der Eislöwen

Es gibt Entscheidungen, die fühlen sich einfach richtig an. In einer Zeit, in der Tabellenstände wehtun, Sorgen schwer auf den Schultern liegen und das Wort Abstieg viel zu oft durch die Köpfe der Fans geistert, setzen die Dresdner Eislöwen ein Zeichen, das tiefer geht als jede Statistik: Janick Schwendener bleibt.

Schwendi geht damit in seine sechste Saison im blau-weißen Trikot – und ehrlich gesagt: Es fühlt sich an, als hätte er nie woanders hingehört. Seit seinem Wechsel zur Spielzeit 2021/2022 steht er nicht nur zwischen den Pfosten, sondern sinnbildlich für das, was wir uns von unseren Eislöwen wünschen: Kampf, Haltung, Identifikation.

Und jetzt ist es offiziell auch in Zahlen gegossen:
173 Einsätze im Tor der Dresdner Eislöwen – kein anderer Goalie stand jemals öfter für unseren Club auf dem Eis. Rekordhalter. Vereinsgeschichte. Schwendi.
Das ist keine Randnotiz. Das ist ein Statement.

Gerade jetzt, wo es sportlich schwierig ist, wo jeder Spieltag Nerven kostet und jede Niederlage schmerzt, zeigt diese Vertragsverlängerung, dass die Eislöwen nicht kopflos reagieren, sondern bewusst handeln. Der neue Vertrag ist ligaunabhängig gültig – und genau das macht ihn so stark. Egal, was kommt: Schwendi geht den Weg mit uns.

Er ist Publikumsliebling, ja. Aber vor allem ist er eine Identifikationsfigur, wie man sie im modernen Eishockey nur noch selten findet. Einer, der bleibt, wenn es unbequem wird. Einer, der Verantwortung übernimmt – auf dem Eis, in der Kabine und für diesen Verein.

Für uns Fans bedeutet diese Nachricht Hoffnung. Nicht die naive, sondern die echte. Die, die sagt: Wir wissen, wer wir sind. Und wir wissen, auf wen wir bauen können.

Danke, Schwendi.
Für jeden Save.
Für jedes Spiel.
Für 173 Mal alles geben – und für alles, was noch kommt.

Dienstag, 27. Januar 2026

Mutig geschnuppert, bitter erstickt – ein weiterer Halt auf der Abschiedstournee

Die Abschiedstournee ging am heutigen Abend weiter, unsere Cracks waren zu Gast beim Favoriten in Ingolstadt. Mangels Alternativen musste dieses Mal das Tablet als Übertragungsgerät herhalten – was sich zumindest im ersten Drittel überraschend lohnen sollte. 

Denn was wir dort sahen, ließ uns verwundert die Augen reiben. Unsere Eislöwen boten dem ERC nicht nur Paroli, sie setzten ihn phasenweise sogar unter Druck. Folgerichtig und keineswegs unverdient gingen wir auch in Führung: Trevor Parkes drosch die Scheibe artistisch aus der Luft in die Maschen. Ein Treffer, der so gar nicht ins erwartbare Drehbuch passen wollte. In der Folge wäre sogar mehr drin gewesen, doch wie so oft spielten wir unsere Angriffe nicht konsequent genug bis zum Ende aus. Ein Aufreger blieb dennoch nicht aus: Austin Ortega wurde unsanft in die Bande genagelt. Dass es in dieser Szene nicht einmal den Versuch eines Videobeweises gab, wundert ehrlicherweise niemanden mehr. Nicht, dass wir allein wegen der Schiedsrichterleistungen chancenlos wären – aber diese Entscheidungen ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Spielzeit. Sei es drum.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild dann schlagartig. Ingolstadt erhöhte die Pace, erzielte drei Treffer und riss das Spiel endgültig an sich. Ein Spielverlauf, der inzwischen fast schon zum Markenkern unserer Cracks gehört: Aufbäumen ja, Wende nein.

Auch im Schlussdrittel blieb die große Aufholjagd aus. Zu limitiert in den eigenen Mitteln plätscherte die Zeit dahin. Am Rande sei noch erwähnt, dass es nach einem Check von Johansson auf der Gegenseite dann doch den Videobeweis gab. So viel dazu. Natürlich nur eine Randnotiz – aber eben eine, die diese Saison ziemlich gut widerspiegelt. Ingolstadt legte schließlich noch einen Treffer nach, der 4:1-Endstand war besiegelt und damit ist auch dieses Spiel erzählt.

Nach der Olympiapause gilt es für Mannschaft und Fans nur noch acht Spiele zu überstehen, ehe diese absolut schlecht simulierte Saison endlich ihr Ende findet.

Abschied mit Anlauf – Eislöwen auf letzter Mission vor der Pause

Nur noch neun. Neun Spiele, neun Gelegenheiten, die Abschiedstournee durch die DEL weiterzuführen – heute Abend mit Stopp beim ERC Ingolstadt. Es ist das letzte Punktspiel vor der Olympiapause, bevor alle einmal tief durchatmen dürfen.

Die bisherigen Duelle mit den Schanzern? Eng, kratzig, nichts für schwache Nerven. Beim ersten Gastspiel in Ingolstadt nahmen unsere Cracks immerhin einen Punkt mit – ein kleines Souvenir aus der Fremde.

Erwartungen? Haben wir längst abgegeben. Hoffnung? Die reist trotzdem immer mit. Denn wenn diese Saison eines bewiesen hat, dann das: Die Eislöwen sind nie dann am gefährlichsten, wenn man sie erwartet.

Montag, 26. Januar 2026

Eislöwen-Fans Löbau präsentieren ersten Fan-Puck

Auch wenn es sportlich derzeit nicht rund läuft, bleibt eines unverändert: die Leidenschaft für unsere Dresdner Eislöwen. Blau-weiß ist für viele Fans mehr als nur eine Farbe – es ist ein Bekenntnis. Genau aus diesem Grund haben wir ein neues Fan-Highlight an den Start gebracht.

Ab sofort ist der erste offizielle Eislöwen-Fans-Löbau-Puck erhältlich. Der Puck steht symbolisch für Zusammenhalt, Treue und die Unterstützung des Teams – unabhängig von Tabellenplatz oder Ergebnissen. Ein kleines Stück Eishockey-Herz zum Anfassen.

Der Fan-Puck ist zum Preis von 5 Euro erhältlich und richtet sich an alle, die ihre Verbundenheit zu den Eislöwen zeigen möchten – sei es als Sammlerstück, Deko oder einfach als Zeichen der Unterstützung.


So könnt ihr den Puck bestellen

Interessierte Fans können sich ganz unkompliziert melden:
- per Facebook
- per Instagram
- oder über das Kontaktformular im Blog

Wir freuen sich über jede Anfrage und jeden Unterstützer. Denn eines ist klar:
Egal wie die Saison läuft – unsere Leidenschaft bleibt.

Abschied mit Alleinstellungsmerkmal – Wenn selbst der gegnerische Goalie trifft

Nach der Niederlage am Freitag gegen die Iserlohn Roosters sollten selbst die letzten Optimisten endgültig einen Haken hinter den Traum vom Klassenerhalt gesetzt haben. Die Realität ist angekommen – und damit auch die Erkenntnis: In den letzten zehn Spielen geht es nur noch darum, das Gesicht zu wahren und sich halbwegs anständig aus der DEL zu verabschieden.

Der Auftakt dieser Abschiedstournee führte unsere Cracks – begleitet von erneut zahlreich mitgereisten Eislöwen-Fans – nach Wolfsburg. Fan-technisch sind wir in der DEL definitiv angekommen. Während andere die Liga offenbar unterschätzt haben, liefern wir auf den Rängen konstant Erstliga-Niveau. Auf dem Eis? Nun ja. Man hat mitunter das Gefühl, auch die Mannschaft sehnt das Ende dieser Spielzeit langsam herbei.

Das Spiel bei den Grizzlys Wolfsburg geriet zur Blaupause einer ganzen Saison: Wir spielen ordentlich mit, lassen aber im Abschluss die nötige Konsequenz vermissen – und kassieren irgendwann zwangsläufig das klassische Gegentor. Immerhin: Unsere Cracks fanden eine Antwort. Austin Ortega bewies wieder Torriecher und stellte den Ausgleich in der Autostadt her.

Im zweiten Drittel erhöhten die Hausherren den Druck, und zwei eher ungünstige Gegentreffer später stand es 3:1 für Wolfsburg. Danach schalteten die Grizzlys einen Gang zurück – und siehe da: Die Eislöwen nutzten tatsächlich eine Überzahlsituation. Wieder war es Ortega, der verkürzte. Mit einem knappen Rückstand ging es also ins Schlussdrittel.

Dort zeigten sich unsere Cracks durchaus bemüht, blieben offensiv jedoch nahezu durchgehend harmlos. Die Minuten plätscherten dahin, bis schließlich Geschichte geschrieben wurde – leider nicht die, die man sich einrahmt. Simon Karlsson mit einem harmlosen Schussversuch, der Puck direkt auf Dustin Strahlmeier. Der Wolfsburger Goalie drosch die Scheibe nach vorn, und was dann passierte, konnte man erst kaum glauben: Der Puck trudelte tatsächlich in unser Tor.

Das erste Goalie-Tor der DEL-Geschichte. Herzlichen Glückwunsch – und natürlich gegen uns. Damit dürfte endgültig alles gesehen sein, was diese Saison für uns bereithielt. Die nächste Niederlage war besiegelt und wurde von uns Fans nur noch mit einem kollektiven Schulterzucken quittiert.

Am Dienstag steht in Ingolstadt das letzte Spiel vor der Olympiapause an.
Nur noch neun.

Samstag, 24. Januar 2026

Ein Drittel Hoffnung, ansonsten Ernüchterung – der nächste bittere Freitagabend

Eigentlich wollen wir diese Zeilen schon gar nicht mehr schreiben. Alles in uns sträubt sich dagegen. Und doch fühlen wir uns verpflichtet – nicht aus Lust, sondern aus Liebe. Aus Liebe zu diesem Club, zu diesen Farben, zu den Dresdner Eislöwen.

Es war einmal mehr ein typischer Freitagabend in dieser Spielzeit. Ein Abend, der sich vertraut falsch anfühlte. Unsere Eislöwen spielten ein Drittel lang ordentliches Eishockey. Struktur, Tempo, Zug zum Tor. Wir waren da, wir waren drin, wir waren laut. Doch wie so oft kam danach der Bruch – und plötzlich war alles weg.

Ja, es gab fragwürdige Entscheidungen der Referees. Ja, darüber könnte man reden. Aber wir lassen es. Denn so ehrlich müssen wir sein: Die Leistung unserer eigenen Mannschaft war an diesem Abend einfach nicht gut genug. Punkt.

Dabei sprechen die nackten Zahlen eine andere Sprache. Deutlich mehr Torschüsse, mehr Scheibenbesitz, mehr Spielanteile. Doch all das prallte immer wieder am Iserlohner Goalie ab, der uns mit jeder Parade mehr den Stecker zog. Die ersten 20 Minuten machten Hoffnung – blieben aber ohne Ertrag. Und Hoffnung ohne Tore ist in dieser Phase der Saison ein gefährliches Gut.

Als Rourke Chartier dann zu Beginn des Mittelabschnitts endlich das 1:0 erzielte, dachten wir: Jetzt. Jetzt vielleicht. Jetzt könnte sich das Blatt wenden. Stattdessen wendete sich das Spiel – gegen uns.
Wir ließen die Roosters, bis dahin völlig limitiert, zurück ins Spiel kommen. Ein abgefälschtes Tor. Ein Treffer aus spitzestem Winkel. Und beim dritten Gegentor? Da sah einfach nichts mehr gut aus. Auf dem Eis nicht. Und auf den Rängen schon gar nicht.

Drittelpause. Ratlosigkeit. Diese eine Frage, die immer öfter auftaucht: Was ist hier gerade passiert?

Das letzte Drittel? Ein Aufbäumen – ja. Ein echtes Comeback – nein. „Stets bemüht“ ist an diesem Abend leider das höchste Prädikat, das wir vergeben können. Es fehlt die letzte Konsequenz, die letzte Überzeugung, der letzte Funke. Und so endet dieser Abend, wie er sich über weite Strecken angefühlt hat: mit einer weiteren Niederlage. 1:4.

Uns gehen die Worte aus. Und ehrlich gesagt: der Glaube fällt schwerer von Spiel zu Spiel. Vielleicht bleibt nur noch das Festhalten an Zahlen. An einem Countdown.

Nur noch zehn Spiele.

Zehn Spiele, um zu zeigen, dass diese Mannschaft mehr ist als das, was wir an diesem Freitagabend gesehen haben. Wir werden da sein. Wie immer. Aber langsam wünschen wir uns, dass es sich wieder lohnt, diese Zeilen zu schreiben.

Sonntag, 18. Januar 2026

Chancenlos gegen die Adler

Die Partie begann mit einem frühen Dämpfer. Die Adler nutzten ihre erste wirklich gute Gelegenheit eiskalt, Nicolas Mattinen traf bereits in der 4. Minute. Dresden wirkte davon sichtlich beeindruckt und fing sich kurz darauf das nächste Gegentor: Nach einer Strafzeit gegen Trevor Parkes erhöhte Matthias Plachta mit Ablauf der Überzahl auf 0:2. Zwei Chancen, zwei Tore – Effizienz, die auf Mannheimer Seite den Unterschied machte.

Die Eislöwen versuchten, ins Spiel zu finden. Yogan hatte eine aussichtsreiche Konterchance, wurde aber noch entscheidend gestört, weitere Abschlüsse wurden geblockt. Selbst ein langes Powerplay nach einer Zwei-plus-Zwei-Strafe gegen O’Donnell brachte keinen Ertrag. Stattdessen mussten die Blau-Weißen froh sein, dass ein Mannheimer Konter nur am Torgehäuse endete. So ging es mit einem ernüchternden Zwei-Tore-Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Drittel keimte kurz Hoffnung auf, als Mannheim eine Strafe nahm und Dresden in Überzahl agieren durfte. Doch erneut fehlte die Durchschlagskraft – und als Drew LeBlanc ebenfalls auf die Strafbank musste, war der Spielfluss endgültig dahin. Janick Schwendener hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel, doch vorne blieb es zu harmlos. Spätestens mit den Treffern von Maximilian Heim und Justin Schütz zum 0:4 war klar, wohin dieser Nachmittag steuern würde.

Auch im Schlussdrittel änderte sich das Bild kaum. Dresden bemühte sich, rannte an, biss sich aber immer wieder an Maximilian Franzreb fest. Mannheim dagegen blieb gnadenlos effektiv und zog durch Marc Michaelis und erneut Schütz auf 6:0 davon. Der Torhüterwechsel zu Jussi Olkinuora war folgerichtig, änderte am Spielverlauf aber wenig.

Immerhin: Die Eislöwen gaben sich nicht komplett auf. Der Treffer von Ricardo Hendreschke und das Powerplay-Tor von Austin Ortega waren kleine Lichtblicke in einem ansonsten dunklen Nachmittag. Sie änderten jedoch nichts daran, dass die Adler über weite Strecken eine Klasse besser wirkten – abgeklärter, schneller, konsequenter.

Samstag, 17. Januar 2026

Viel Kampf, wenig Lohn – Eislöwen beißen sich in München die Zähne aus

Manchmal fühlt sich eine Niederlage schwerer an, als es das nackte Ergebnis sagt. 40.Spieltag, Auswärtsfahrt nach München. Neue Gesichter im Line-up, alte Hoffnungen im Gepäck – und der feste Wille, dem EHC Red Bull München alles abzuverlangen. Simon Karlsson und Dane Fox zurück, Jussi Olkinuora im Tor. 

Der Beginn war ruhig, fast abtastend. Dann der erste Stich: Tobias Rieder nutzte Münchens erste echte Gelegenheit und stellte auf 1:0. Und wir? Wir antworteten mit Mut. Karlsson traf den Pfosten, Fox scheiterte an Bibeau, Olkinuora hielt uns im Spiel. Es fühlte sich an, als würde der Ausgleich in der Luft liegen – doch der Puck wollte einfach nicht rein.

Mit dieser knappen Führung für die Bayern ging es in die Pause. Und mit dem Gefühl: Hier ist noch alles drin.

München kam stärker aus der Kabine, aber Jussi Olkinuora spielte überragend. Unterzahl? Wegverteidigt. Konter? Fast genutzt. Doch dann dieser Moment in der 29. Minute: Maximilian Daubner erhöhte auf 2:0 – wieder so ein Treffer, der uns den Boden unter den Füßen wegzog.

Wir versuchten alles. Powerplay nach dem Bandencheck, Chancen, Abschlüsse – aber immer wieder stand Bibeau im Weg. Und trotzdem: Wir gaben nicht auf. Nicht auf dem Eis, nicht auf den Rängen.

Als Ville Pokka im Schlussdrittel das 3:0 machte, drohte das Spiel zu kippen. Doch unsere Löwen zeigten Herz. Tomas Andres traf zum 3:1.

Olkinuora hielt uns im Spiel, wir drückten, wir warfen alles nach vorn. Powerplay, 6-gegen-5, letzte Hoffnung – und am Ende sogar Fäuste statt Pucks. Fox, Ortega, Emotionen pur. Dieses Spiel hatte alles – nur kein Happy End.

Sonntag, 11. Januar 2026

Unter Sternenhimmel und Gänsehaut – Ein Wintermärchen, das uns das Herz brach

32.248 Menschen. Eiskalte Luft. Klarer Himmel. Und dieses unbeschreibliche Kribbeln, das nur die Eislöwen auslösen können. Das DEL WINTER GAME 2026 wird für immer in unseren Herzen bleiben – nicht, weil wir gewonnen haben, sondern weil wir gemeinsam etwas erlebt haben, das größer war als jedes Ergebnis. Dresden, Sachsen, Blau-weiß: an diesem Abend haben wir gezeigt, was Leidenschaft bedeutet.

Schon beim Einlaufen der Mannschaften war klar: Das hier ist kein normales Spiel. Das ist Geschichte. Unsere Eislöwen standen da draußen unter dem Sternenhimmel. Janick Schwendener und Jake Hildebrand lieferten sich von der ersten Minute an ein Duell der Giganten. Pfostentreffer der Eisbären, Monster-Paraden unserer Nummer 1, Unterzahl, Überzahl – wir schrien jede Aktion von den Rängen, als ginge es um unser Leben.

Und als Tomas Andres in der 23. Minute den Puck über die Linie drückte, explodierte dieses Stadion. Natürlich kam Berlin zurück. Liam Kirk traf, und kurz vor der Pause hätte Trevor Parkes uns fast wieder in Ekstase geschossen. Doch selbst das 1:1 fühlte sich noch immer an wie ein Versprechen: Heute ist alles möglich.

Im letzten Drittel hielten wir gemeinsam dagegen. Schwendener hielt uns im Spiel, die Kurve trug die Mannschaft über jede Eisfläche, über jede Unterzahl, über jeden Check.

Dann dieser Moment in der 54. Minute: Alec McCrea. Schuss. Tor. 2:1 für Dresden. Die Welt stand still. Wir dachten: Das ist es. Das ist unser Wintermärchen.

Doch Sport ist grausam ehrlich. Berlin warf alles nach vorn. Und 60 Sekunden vor Schluss fiel der Ausgleich durch Ty Ronning. Diese Stille… dieser Stich ins Herz.

Overtime. Zittern. Und nach 14 Sekunden dieser Abstauber von Liam Kirk. 2:3.

Wir verloren. Aber wir fielen nicht. Ja, es tut weh. Verdammt weh. Aber wir waren Teil von etwas Einzigartigem. Ausverkauft. Winter Game. Dresden im Mittelpunkt der Eishockey-Welt. Und während die Eisbären jubelten, standen wir da, mit Tränen in den Augen und Stolz im Herzen.

Danke, Eislöwen, für diesen Abend. Danke für dieses Gefühl.

Dieses Spiel hat uns nicht gebrochen – es hat uns noch enger zusammengeschweißt.

Wir sind Dresden. Wir sind die Eislöwen.

Dienstag, 6. Januar 2026

Viel Hoffnung, wenig Ertrag – Eislöwen verlieren trotz Comeback von Granz gegen Bremerhaven

Manchmal sind es diese Abende, an denen man mit einem Kloß im Hals die Halle verlässt. 37.Spieltag, Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins – und eigentlich war alles angerichtet für einen besonderen Moment: Oliver Granz ist zurück. Nach langer Verletzung endlich wieder im Line-up. Und doch endete dieser Abend nicht mit einem Happy End, sondern mit dieser bitteren, leisen Enttäuschung, die sich erst auf dem Heimweg so richtig breitmacht.

Bremerhaven startete druckvoll, doch Emil Johansson warf sich gleich in der ersten Minute heldenhaft in einen Schuss – Sinnbild für den Kampfgeist unserer Löwen. Wir drückten im Powerplay, wir arbeiteten, wir wollten – aber der Puck wollte nicht über die Linie. Chancen auf beiden Seiten, gute Paraden von Janick Schwendener, viel Laufarbeit – und trotzdem: 0:0 nach 20 Minuten. Ein Ergebnis, das sich irgendwie schon nach verpasster Gelegenheit anfühlte.

Im zweiten Drittel dann der erste Rückschlag. Rayan Bettahar traf für die Pinguins – und plötzlich lag diese Schwere über der Joynext Arena. C. J. Suess hatte die direkte Antwort auf dem Schläger, doch der Puck rutschte vorbei. Wieder so ein Moment, der uns hätte zurückholen können – und wieder blieb nur Frust.

Wir hatten Überzahl, wir hatten Möglichkeiten, sogar einen Alleingang der Gäste, den Schwendener entschärfte – doch statt Jubel hörte man nur das dumpfe Klacken der Bande und dieses kollektive Aufstöhnen der Fans.

Das Schlussdrittel begann mit Hoffnung – und endete in Ernüchterung. Erst das Powerplay-Tor von Miha Verlic zum 0:2, dann endlich dieser kleine Lichtblick: Andrew Yogan mit dem Anschluss. Die Halle war wieder da, wir glaubten wieder.

Doch Bremerhaven erstickte jede Euphorie im Keim. Christian Wejse stellte den alten Abstand wieder her. Und ja – wir kamen noch einmal zurück: Emil Johansson traf bei 6-gegen-5 von der Blauen, pure Hoffnung, pure Leidenschaft.

Aber der Ausgleich? Er fiel nicht.

Es war kein schlechtes Spiel. Aber es war wieder eines dieser Spiele, die du nicht verlieren darfst, wenn du überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben willst. 

Comeback von Granz, Kampf bis zur letzten Minute, laute Kurve – und trotzdem stehen wir mit leeren Händen da.

So fühlt sich Ernüchterung an.

Wir stehen weiter hinter euch. Aber wir wollen endlich wieder jubeln. 

Sonntag, 4. Januar 2026

Eislöwen erleben bitteren Abend gegen die Haie

Manchmal fühlt sich Eishockey einfach brutal ehrlich an. Erstes Heimspiel des neuen Jahres, volle Hoffnung, klamme Finger vor der Halle, der Geruch von Bratwurst und Vorfreude in der Luft – und dann dieser Nachmittag. Gegen die Kölner Haie wollten wir ein Zeichen setzen, wollten zeigen, dass Dresden auch 2026 bereit ist, große Namen zu ärgern. Am Ende standen wir fassungslos auf unseren Plätzen und mussten zusehen, wie uns der Tabellenführer schonungslos den Spiegel vorhielt.

Schon die ersten Minuten machten Mut. Wir hatten die erste Chance, die Halle war da, die Trommeln laut, die Kehlen heiß. Doch dann kam der erste Nackenschlag: Strafe gegen Tomas Andres, Powerplay Köln – und plötzlich lag der Puck hinter Olkinuora. Oliwer Kaski traf, und irgendwie fühlte man sofort, wie die Sicherheit aus unseren Reihen wich.

Als Dominik Bokk nur wenig später auf 0:2 stellte, wurde es stiller in der Joynext Arena. Hoffnung flackerte noch einmal auf, als Trevor Parkes frei vor Brückmann auftauchte – doch selbst dieser Moment verpuffte. Statt Anschluss: nächstes Powerplay für Köln, nächstes Tor durch Maximilian Kammerer. Und als die Haie kurz vor der Pause sogar in Unterzahl trafen, war klar: Das hier wird ein langer, schmerzhafter Abend.

Mit 0:4 ging es in die Kabine – und wir Fans schauten uns an, ratlos, sprachlos, ernüchtert.

Der Wechsel im Tor sollte neuen Schwung bringen: Paul Stocker, krankheitsbedingt ins Line-up gerutscht, feierte sein DEL-Debüt. Und auch wenn man ihm jeden gehaltenen Puck gönnte – die Haie kannten kein Erbarmen. Selbst in Unterzahl konterten sie uns aus, Ryan MacInnis erhöhte auf 0:5.

Der Treffer von Drew LeBlanc war wie ein kleiner Sonnenstrahl in einem grauen Abend. Wir jubelten, wir klatschten, wir wollten glauben. Doch Köln antwortete eiskalt. Bokk stellte den alten Abstand wieder her, und spätestens beim 1:6 war allen klar: Heute geht es nur noch ums Durchhalten.

Stocker hielt, was zu halten war, kämpfte, warf sich in jeden Schuss – doch die Haie trafen weiter. Patrick Russell nach Videobeweis, Tanner Kero wenig später: 1:8. Und wir standen da, mit unseren Schals, unseren Liedern, unserem Stolz – und fühlten uns klein.

Keine Aufholjagd. Kein Wunder. Nur diese bittere Erkenntnis: Der Tabellenführer war an diesem Abend eine Nummer zu groß.

Das tat weh. Richtig weh. Nicht wegen der Niederlage allein, sondern weil wir gespürt haben, wie weit der Weg noch ist. Und trotzdem: Wir bleiben. Wir stehen wieder auf. Wir kommen wieder.

Denn Eislöwen-Fan sein heißt nicht nur feiern – es heißt auch, solche Nachmittage auszuhalten.

Immer weiter, Dresden. Auch nach 1:8.