Die olympische Reise unserer DEB-Cracks ist am Nachmittag jäh beendet worden. Im Viertelfinale der Olympische Winterspiele setzte es gegen die Slowakei eine deutliche und am Ende auch verdiente 2:6-Niederlage. Trotz prominenter Unterstützung aus der NHL war in der kurzen gemeinsamen Vorbereitungszeit nicht das zu formen, was es für ein Weiterkommen gebraucht hätte: eine echte Einheit auf dem Eis.
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Dabei ließ der erste Spielabschnitt noch nichts von dem erahnen, was folgen sollte. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, Chancen gab es hüben wie drüben. Erst kurz vor der ersten Pause schlug die Slowakei zu: Pavol Regenda hielt clever die Kelle in einen Schussversuch und lenkte zum 1:0 ein – ein Wirkungstreffer zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Mit Beginn des zweiten Drittels wollte Deutschland neue Akzente setzen, doch die gefährlicheren Aktionen kamen weiterhin von den Slowaken. Eric Černák prüfte mit einem Schuss von der blauen Linie, ehe Milos Kelemen in der 25. Minute auf 2:0 erhöhte. Hoffnung keimte kurz auf, als Marc Michaelis im direkten Gegenzug das 1:2 auf der Kelle hatte – doch statt Anschlusstreffer folgte der nächste Rückschlag. Deutschland stand zu offen, die Slowakei nutzte das eiskalt aus und erhöhte nur 33 Sekunden später auf 3:0. Das deutsche Team taumelte, suchte den Weg zurück ins Spiel, fand ihn aber nicht. Dvorský stellte per Konter sogar auf 4:0. Immerhin sorgte Lukas Reichel noch vor der zweiten Pause mit dem 1:4 für ein kleines Lebenszeichen – die Hypothek für den Schlussabschnitt blieb dennoch gewaltig.
Und auch im letzten Drittel ließen die Slowaken nicht locker. Regenda schnürte mit dem 5:1 direkt nach Wiederbeginn seinen Doppelpack, spätestens da waren die Messen gelesen. Deutschland erspielte sich zwar noch Möglichkeiten, mehr als ein Powerplay-Treffer von Frederik Tiffels zum 2:5 sprang jedoch nicht mehr heraus. Als Philipp Grubauer zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers das Eis verließ, setzte Tomáš Tatar mit dem Empty-Net-Tor den Schlusspunkt zum 6:2.
Unterm Strich steht eine krachende Niederlage einer deutschen Mannschaft, die so gerne um eine Medaille gespielt hätte. Der Wille war da, der Traum auch – doch am Ende fehlte genau das, was auf diesem Niveau den Unterschied macht: ein eingeschworenes Team, das in den entscheidenden Momenten füreinander einsteht.
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