Was unsere Fans Woche für Woche leisten, ist außergewöhnlich. Trotz sportlich schwieriger Lage, trotz Tabellenkonstellation, trotz aller Rechnerei: Die Halle lebt. Die Stimmung ist elektrisierend, laut, leidenschaftlich – und sie macht Lust auf mehr. Lust auf den Verbleib im Oberhaus. Ob dieses Wunder gelingt? Niemand weiß es. Aber was man weiß: Diese Mannschaft gibt uns aktuell allen Grund, weiter daran zu glauben.
Denn unsere Cracks zeigen Körpersprache. Sie gehen in die Zweikämpfe, blocken Schüsse, arbeiten füreinander. Auch die Special Teams wirken stabiler – alles Grundvoraussetzungen, um überhaupt von einem Wunder sprechen zu dürfen. Gegen Augsburg brauchten die Eislöwen zwar etwas, um in die Partie zu finden. Die Panther wollten Tempo machen, blieben im Abschluss jedoch erstaunlich harmlos. Unsere Jungs mussten sich regelrecht in dieses Spiel hineinbeißen.
Ein überstandenes Unterzahlspiel wurde schließlich zum Wendepunkt. Im eigenen Powerplay kippte das Momentum endgültig auf unsere Seite. Wir rannten an, setzten nach – und dann stand Lance Bouma dort, wo ein Torjäger stehen muss. Nach dem Schuss von David Suvanto fälschte er die Scheibe zum umjubelten 1:0 ins Netz. Eine Führung, die sich unsere Eislöwen in dieser Phase absolut verdienten. Mit etwas mehr Konsequenz hätte es vor der ersten Pause sogar höher stehen können.
Der zweite Abschnitt begann mit einer echten Bewährungsprobe. Trevor Parkes kassierte 2+2 Minuten für hohen Stock und unsportliches Verhalten – vier Minuten Unterzahl gegen Augsburg. Die Panther witterten ihre Chance. Doch was folgte, war eine Lehrstunde in Sachen Leidenschaft und Teamdefensive. Schüsse wurden geblockt, Zweikämpfe gewonnen, jeder Meter Eis verteidigt. Besonders Justin Braun bekam einiges ab, biss aber auf die Zähne und kehrte nach kurzer Verschnaufpause zurück aufs Eis. Ein Symbol für diesen Abend.
Nach etwas mehr als 30 Minuten dann das nötige Scheibenglück – und die Kaltschnäuzigkeit, die man in solchen Spielen braucht. Ein missglückter Klärungsversuch der Augsburger landete perfekt bei Sebastian Gorcik, der hinter dem Tor lauerte, blitzschnell reagierte und die Scheibe sehenswert per Rückhand zum 2:0 versenkte. Ekstase auf den Rängen. Kurz vor Drittelende musste erneut Trevor Parkes auf die Strafbank – doch auch diese Unterzahl überstanden unsere Eislöwen mit bravouröser Ruhe.
Natürlich waren die Panther noch nicht geschlagen. Mit Wut im Bauch kamen sie aus der Kabine zurück und erzielten für unseren Geschmack viel zu schnell den Anschlusstreffer zum 1:2. Wer nun aber einen Sturmlauf der Fuggerstädter erwartete, wurde enttäuscht. Zu viele Unterbrechungen, zu wenig klare Aktionen der Gäste – und eine Dresdner Mannschaft, die konzentriert blieb und clever auf Konter lauerte.
Spannend blieb es eigentlich nur aufgrund des knappen Spielstands. Augsburg war an diesem Abend zu harmlos, unsere Eislöwen dagegen zu fokussiert. Und als die Panther alles auf eine Karte setzten und den Goalie zogen, machte Rourke Chartier mit seinem ersten Tor im Eislöwen-Trikot alles klar. Das 3:1 – pure Erlösung.
Mit diesem Sieg kratzen unsere Eislöwen an der 20-Punkte-Marke und feiern erstmals in dieser Saison zwei Heimsiege in Folge. Der Weg zum Wunder ist noch lang, die Konkurrenz schläft nicht. Aber eines ist klar: Wir haben es selbst in der Hand, Schritt für Schritt. Konzentrieren wir uns auf unsere Hausaufgaben. In diesem Jahr warten noch zwei enorm wichtige Spiele.
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