Abseits des Eises gab es ebenfalls Positives zu vermelden: Mit Line dürfen wir ein weiteres Fanclub-Mitglied in unseren Reihen begrüßen. Unser Expansionskurs in dieser Saison geht also munter weiter – herzlich willkommen im Rudel! Für einen echten Gänsehautmoment sorgte zudem Herr El Vizepräsident höchstpersönlich, der unserem „El Presidente“ kurzerhand Geburtstagsgrüße über den Hallensprecher ausrichten ließ. Da ließ sich sogar verschmerzen, dass die geplante Bollerwagenfahrt ins Wasser gefallen war.
Dann aber zum Wesentlichen – zum Eishockey.
Unsere Cracks fanden von Beginn an überhaupt nicht in die Partie. München attackierte früh, setzte uns permanent unter Druck und zwang die Eislöwen immer wieder zu Fehlern. Positiv: In Unterzahl zeigte sich unsere Defensive einmal mehr stabil. Negativ: Nach vorne lief nahezu nichts zusammen. Kaum Entlastung, kaum gefährliche Abschlüsse. Weil wir hinten aber noch die Null halten konnten, ging es mit einem torlosen, aber nicht sonderlich beruhigenden 0:0 in die erste Pause.
Im zweiten Drittel wurde dann schnell klar, dass die Red Bulls nicht nur zum Spaß angereist waren. Keine Minute war gespielt, da blieb McKenna hartnäckig und stocherte den Puck über die Linie – 0:1. Zwar überstanden wir auch die nächste Unterzahlsituation, doch das Spielgeschehen blieb klar in Münchner Hand. In der 32. Minute bekam DeSousa zu viel Platz und traf sehenswert zum 0:2.
Unsere Eislöwen gaben sich jedoch nicht auf und kämpften weiter. Kurz darauf durften wir erstmals in Überzahl ran – und tatsächlich: Zehn Sekunden vor Ablauf des Powerplays jagte C.J. Suess den Puck zum umjubelten 1:2 in die Maschen. Hoffnung! Glaube! Geht hier vielleicht doch noch etwas? Leider nur sehr kurz. Die Gäste erstickten jeden aufkeimenden Optimismus im Keim. Patrick Hager wurde mustergültig freigespielt und prügelte die Hartgummischeibe zum 1:3 ins Netz.
Rein in den Schlussabschnitt. Wer noch dachte, „ein Zwei-Tore-Rückstand ist im Eishockey gar nichts“, wurde schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. DeSousa schnürte seinen Doppelpack und erhöhte auf 1:4. Trotzdem: Unsere Eislöwen gaben sich nicht geschlagen, rannten weiter an und belohnten sich zehn Minuten vor dem Ende durchaus verdient. Rourke Chartier traf zum 2:4 und ließ die Halle noch einmal hoffen.
Doch mehr sollte an diesem Nachmittag nicht mehr gehen. Zu abgezockt, zu effizient und letztlich zu stark präsentierten sich die Red Bulls, die den Sieg souverän über die Zeit brachten – und ihn sich auch verdient haben.
Auf der Rückfahrt verfolgten wir natürlich noch die Ergebnisse der Konkurrenz. Ja, sie hat wieder gepunktet. Ja, das tut weh. Aber alles Hadern hilft nichts. Mund abputzen, weitermachen, zusammenstehen.
Auf geht’s ESC!

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