Überrascht sind wir nicht. Und doch trifft es.
Dieser Abstieg kam nicht über Nacht. Er schlich sich heran. Mit jedem verpassten Punkt. Mit jedem Spiel, das Hoffnung machte – nur um uns kurz darauf wieder auf den Boden der Realität zurückzuholen. Natürlich haben wir gehofft. Immer wieder. Vielleicht zu oft. Vielleicht zu lange. Aber dieser Glaube an das Wunder – der war da. Und er hat uns getragen.
Spätestens mit Beginn des neuen Jahres begann jedoch auch in unseren Köpfen ein Umdenken. Der Fokus richtete sich mehr und mehr auf die 2. Liga. Nicht laut ausgesprochen, aber spürbar. Zwischen den Zeilen. Zwischen den Gesprächen auf den Rängen.
Vom gestrigen Auftritt in Köln haben wir sportlich nicht viel erwartet – und doch tut das 2:7 bei den Kölner Haien weh. Das nackte Ergebnis ist noch einmal ein Stich ins Eislöwen-Herz. Die Treffer von Ricardo Hendreschke und Trevor Parkes sin
d am Ende nur Randnotizen in einem Abend, der sinnbildlich für diese Saison steht.
Als ich diese Zeilen schreibe, fühle ich vor allem Leere. Diese Spielzeit fühlt sich an wie eine weggeworfene Chance. Die Chance, sich in der ersten Liga zu behaupten. Die Chance, wirklich anzukommen. Beides haben wir nicht geschafft.
Und ja – tief in uns drin denken viele: Lasst es einfach vorbei sein. Aber genau das ist der Punkt. Wir sind Eislöwen. Wir gehen nicht einfach. Wir halten aus. Sieben Spiele bleiben noch. Siebenmal 60 Minuten. Sieben Gelegenheiten, Haltung zu zeigen. Für uns. Für den Eishockey-Standort Dresden. Für unsere Farben.
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