Krieg kennt keine Sieger. Er hinterlässt verbrannte Erde, gebrochene Biografien und Wunden, die Generationen überdauern. Gewalt zerstört mehr als Gebäude – sie zerstört Vertrauen, Menschlichkeit und Hoffnung. Wer die Bilder jener Tage betrachtet, sieht nicht nur Geschichte. Er sieht die Konsequenz von Hass, Fanatismus und politischem Versagen.
Der 13. Februar darf kein Datum für Vereinfachungen, Schuldumkehr oder ideologische Zwecke sein. Das Gedenken gehört den Opfern – nicht denen, die es für politische Parolen missbrauchen. Erinnerung darf nicht instrumentalisiert werden. Sie verpflichtet uns zur Ehrlichkeit: zur Anerkennung des historischen Kontextes, zur Verantwortung für das, was vorausging, und zur klaren Absage an jede Form von Extremismus.
Frieden entsteht nicht von selbst. Er braucht Mut, Dialog, Empathie und die Bereitschaft, aus der Geschichte zu lernen. Wenn wir am 13. Februar Kerzen entzünden, dann nicht nur im Gedenken – sondern als Zeichen für eine Zukunft, in der Konflikte nicht mit Bomben, sondern mit Worten gelöst werden.

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