Mittwoch, 26. November 2025

Untergang in der eigenen Arena: Eislöwen kollabieren im Abstiegs-Endspiel

Es gibt Spiele, die tun weh. Und dann gibt es Spiele wie dieses. 22. Spieltag, Heimspiel gegen Iserlohn – ein Duell, das für beide Teams richtungsweisend war, für uns aber deutlich mehr: ein echtes Abstiegs-Endspiel. Ein Spiel, das Mut machen sollte. Ein Spiel, das ein Signal senden musste. Und was wir bekommen haben, war ein sportlicher Zusammenbruch, der sich anfühlt wie ein Schlag in die Magengrube.

Cheftrainer Sundblad musste zwar erneut auf eine halbe Mannschaft verzichten – Rundqvist, Granz, Postel, LeBlanc, Suess, dazu Pischoff und Krüger –, doch Ausreden zählen in dieser Phase nicht mehr. Es ging um alles. Und trotzdem lief vom ersten Bully an alles gegen uns.

Dabei starteten beide Teams eigentlich offensiv. Bouma hatte eine richtig gute Chance, Parkes setzte die Scheibe ans Außennetz. Doch was wir vorne ausließen, bestrafte Iserlohn im Gegenzug eiskalt. Olkinuora rettete zunächst stark gegen Thomas, doch in der 5. Minute schlug eben jener Thomas doch zu – 0:1. Und damit begann der Albtraum.

Anstatt zu antworten, wirkten wir gehemmt, verkrampft, kraftlos. Iserlohn dagegen? Knallhart. Fischbuch machte das 0:2, Sekunden später traf Salsten – der Videobeweis bestätigte das 0:3. Unsere Köpfe gingen runter, und im Powerplay blieb es dann beim bekannten Muster: ohne Wirkung, ohne Gefahr.

Mit dieser bitteren Hypothek ging es in die Pause. Und wer hoffte, im zweiten Drittel komme der vielzitierte Ruck, wurde schnell eines Besseren belehrt.

Gorciks Treffer zum 1:3 in der 25. Minute war so etwas wie ein kurzes Aufflackern – ein Funke Hoffnung in einer dunklen Halle. Doch Iserlohn erstickte ihn sofort. Salsten machte das 1:4, Wood bei angezeigter Strafe das 1:5. Unsere Defensive wirkte überfordert, das Offensivspiel brach auseinander, und das Powerplay… nun ja… blieb weiterhin ein Schatten seines Namens.

Mit 1:5 ging es in den Schlussabschnitt, und selbst da hatten die Roosters nicht genug. Boland setzte noch einen drauf – 1:6. Ein Ergebnis, das sich anfühlt wie ein Sturz ohne Boden.

Das war nicht nur eine Niederlage. Das war ein Offenbarungseid. Ein Spiel, das uns zeigt, wie tief wir wirklich stecken. Ein Spiel, das weh tut, weil es so viel mehr war als drei verlorene Punkte. Es war die Chance, wieder Anschluss zu finden – und wir haben sie nicht nur verpasst, wir haben sie regelrecht weggeworfen.

Ja, es fehlen viele Spieler. Ja, ein Team in dieser Lage kann taumeln. Aber das erklärt nicht das Ausmaß dieser Leistung. Wir haben einen 6:1-Heimkollaps erlebt. Gegen den Tabellenkonkurrenten. Und das ist – so schwer es fällt, auszusprechen – niederschmetternd.

Was bleibt? Hoffnung. Und die fühlt sich zurzeit verdammt dünn an. Aber genau die müssen wir festhalten. Denn die Saison ist noch lang – und Abstiege beginnen mit Resignation.

Und eines darf nicht passieren: Dass wir aufgeben. Auch wenn es an Tagen wie diesem verdammt schwerfällt.

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