Freitag, 28. November 2025

Mut, Moral, ein Punkt – Eislöwen trotzen dem Tabellenführer ein starkes Lebenszeichen ab

Es gibt Spiele, in denen man trotz einer Niederlage erhobenen Hauptes vom Eis gehen darf – und genau so ein Abend war der Auswärtsauftritt unserer Eislöwen beim Tabellenführer in Ingolstadt. Angesichts der ohnehin schon langen Ausfallliste mussten krankheitsbedingt auch noch Tomas Sykora und Simon Karlsson passen. Immerhin kehrte Matthias Pischoff zurück, und Janick Schwendener bekam den Start im Tor. Trotz aller Widrigkeiten: Die Jungs lieferten.

Der Tabellenführer setzte den ersten Akzent, aber sofort zeigten auch unsere Eislöwen, dass sie sich nicht verstecken würden. Eine frühe Großchance wurde von Brochu vereitelt – ein Vorbote für einen Abend, in dem der Ingolstädter Goalie uns immer wieder frustrierte. Bitter wurde es in der sechsten Minute: Ausgerechnet im eigenen Powerplay liefen wir in einen Konter, den Powell eiskalt zum 1:0 versenkte. Der nächste Dämpfer folgte mit der Strafe gegen Parkes, aber in Vier-gegen-Vier und erst recht in der späteren doppelten Unterzahl verteidigten die Eislöwen herausragend.

Im Mitteldrittel schien sich das Momentum endlich drehen zu wollen, doch während unsere Chancen verpufften, schlug Ingolstadt erneut zu: Agostino erhöhte in der 25. Minute auf 2:0. Doch unsere Jungs gaben nicht auf – im Gegenteil. Ein vermeintlicher Treffer wurde wegen Torhüterbehinderung aberkannt, bevor Yogan in der 31. Minute endlich das Tor machte, das uns auf der Bank und uns Fans wieder hoffen ließ.

Dann der Schockmoment: Gorcik und Parkes krachten unglücklich ineinander, Parkes musste verletzt vom Eis und kam nicht zurück. Ein Nackenschlag in einer Phase, in der wir voll im Spiel waren. Dennoch: Die Eislöwen kämpften weiter, erspielten sich Chancen – doch der Ausgleich wollte vorerst nicht fallen.

Im Schlussabschnitt bot sich die nächste Gelegenheit im Powerplay, die aber wieder ungenutzt blieb. Dafür fiel kurz danach endlich das erlösende Tor: Dane Fox traf in der 48. Minute zum 2:2-Ausgleich – völlig verdient und der Lohn für unermüdliche Arbeit. Dresden verteidigte leidenschaftlich, Schwendener wuchs über sich hinaus und hielt uns im Spiel, während Ingolstadt ein ums andere Mal an unserem Goalie verzweifelte.

Mit 2:2 ging es in die Overtime – und dort war es schließlich Agostino, der für die Panther den Zusatzpunkt sicherte.

Das war Kampf, das war Charakter, das war ein Lebenszeichen. Gegen den Tabellenführer, mit ausgedünntem Kader, auswärts, nach Rückstand – und dennoch holen wir einen Punkt. Natürlich schmerzt die Niederlage in der Overtime. Aber was die Mannschaft gezeigt hat, war ein Schritt nach vorn.

Dieser Auftritt macht Hoffnung. Und genau das brauchen wir jetzt. 

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