Die Dresdner Eislöwen haben eine Entscheidung getroffen, die tief sitzt und den gesamten Standort erschüttert: Cheftrainer Niklas Sundblad wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Ebenso trägt Matthias Roos ab sofort keine sportliche Verantwortung mehr. Der Sportdirektor wird den Club zwar weiterhin administrativ unterstützen, doch sportlich beginnt in Dresden ein kompletter Neuanfang.
Es ist ein Einschnitt, der schwerer kaum sein könnte. Sundblad und Roos waren nicht irgendein Duo. Sie waren die Architekten der Meistermannschaft, die uns zum Titel und in die DEL geführt hat. Sie haben Strukturen geschaffen, Vertrauen aufgebaut, sportliche Identität geformt. Sie haben für Geschichte gesorgt, an die wir in Dresden noch lange zurückdenken werden.
Doch die Realität der letzten Wochen und Monate war unbarmherzig. Die sportliche Lage spitzte sich zu, die Ergebnisse blieben aus, die Entwicklung stagnierte – und am Ende stand die Erkenntnis, dass es so nicht weitergeht. Die Verantwortlichen haben nach intensiver Analyse entschieden, dass ein radikaler Impuls notwendig ist, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen.
Mit der Neuausrichtung auf den Schlüsselpositionen Cheftrainer und Sportdirektor wird jetzt der Reset-Knopf gedrückt. Es geht darum, die Mannschaft neu zu stabilisieren, sie wieder zu einem funktionierenden Kollektiv zu formen und ihr die Chance zu geben, ihr tatsächliches Potenzial abzurufen.
Für uns Fans ist dieser Schritt schmerzhaft, aber er zeigt zugleich, wie ernst die Lage ist – und dass der Club bereit ist, alles zu tun, um wieder auf Kurs zu kommen.
Die kommenden Wochen werden entscheidend. Ein neues Kapitel beginnt – und wir können nur hoffen, dass die Eislöwen aus diesem Umbruch neue Stärke schöpfen.
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